Stichwort

Islam

840 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 56
9punkt 28.01.2021 […] Übertreibung abwiegelt, möge folgende Äusserung von Yusuf al-Qaradawi, einem Vordenker der Muslimbruderschaft, zur Kenntnis nehmen: 'Ich erwarte, dass der Islam Europa erobern wird, ohne zum Schwert oder zum Kampf greifen zu müssen - mittels Dawa ['Ruf zum Islam', Mission] und durch die Ideologie.'" […] in die Privatsphäre zu verbannen (Unser Resümee), halten die Theologen Ulrich Körtner und Jan-Heiner Türck in der NZZ natürlich nichts. Zugleich warnen sie vor den Bedrohungen durch den politischen Islam: "Sie versuchen die Spielräume des demokratischen Rechtsstaats auszunutzen, um gezielt ihr Ideengut zu verbreiten. Die Muslimbruderschaft und andere Organisationen, die oft auf finanzielle Ressourcen […]
9punkt 30.12.2020 […] Der Islam ist nicht rerfomierbar, fürchtet Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit Inna Shevchenko von Charlie Hebdo. "Es nützt nichts, die guten Passagen aus dem Koran herauszupicken und die schlechten neu zu interpretieren. Stattdessen müssen wir die Autoriät dieses Buchs verkleinern. Der Islam braucht keinen Martin Luther, er braucht Charlie Hebdo. Wir müssen diese rigide Ideologie erschüttern, diskutierbar […] diskutierbar machen, dem Lachen ausliefern, bis das normal wird. Es ist nicht nötig, den Islam zu reformieren, sondern die Haltung zu ihm zu verändern." […]
9punkt 11.12.2020 […] Wissenschaft aushalten." =========== In der NZZ ärgert sich der Orientalist Michael Kreutz über jene Islamwissenschaftler, die, sobald es darum geht, den Islam in Beziehung zu Europa zu setzen, den Diskurs auf "apologetische Weise" verengen, "um den Islam zum ewigen Opfer europäischer Expansion zu machen und den Islamismus als zwar verwerfliche, aber doch irgendwie verständliche Reaktion auf europäisches […] verhasst ist. Selbst der von Iran finanzierte Hizbullah wird mit Nachsicht bedacht. Die Kölner Islamwissenschafterin Katajun Amirpur bescheinigt der Terrororganisation in einem Beitrag für das 'Handbuch Islam', 'weitgehend pragmatisch' zu handeln. Bedenkt man die enormen Waffenarsenale, die die Organisation angehäuft und immer wieder gegen Israel eingesetzt hat, ist das ein bemerkenswertes Urteil." […]
9punkt 12.11.2020 […] Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschien und derzufolge ein Drittel bis die Hälfte der Befragten dagegen seien, "Redner mit abweichenden Meinungen zu den am meisten umstrittenen Themen Islam, Geschlecht und Zuwanderung an der Hochschule zu dulden". Noch höher sei "der Anteil derer, die solchen Personen keine Lehrbefugnis geben würden, wiederum ein Drittel will ihre Bücher aus den Bibliotheken […] alarmierend, wenn man betrachtet, was da genau abgefragt wurde: Soll jemand an der Universität sprechen, lehren oder mit Büchern in der Universitätsbibliothek vertreten sein, der a) 'Glaubt, dass der Islam mit dem westlichen Lebensstil unvereinbar ist'; b) 'Denkt, dass es biologische Unterschiede in den Begabungen von Frauen und Männern gibt'; c) 'Jede Form von Einwanderung ablehnt'; d) 'Homosexualität […]
9punkt 29.10.2020 […] ein Islam, der mit den Ideen der Aufklärung vereinbar wäre. Die Krise zwischen Frankreich und der Türkei erscheint so als Vorbote einer neuen Episode im Kampf der Kulturen. Es geht um die Frage, welcher Islam in Europa eine Zukunft hat. Und wer die Deutungsmacht über ihn besitzen soll. Es ist klar, dass jemand wie Recep Tayyip Erdogan und sämtliche Islamisten einen aufklärungskompatiblen Islam nicht […] in der Welt. Macron machte klar, dass er nicht Muslime bekämpfen wolle, sondern forderte eine "Neustrukturierung" des Islam in Frankreich. Schon damals verstand Erdogan Macron bewusst miss, so Lehnartz: "Denn was der französische Präsident hier skizziert, ist der Aufbau eines Islams in und aus Frankreich, der sich ausländischen Ein- und Geldflüssen entzieht - und der fest auf dem Wertefundament der […]
9punkt 08.09.2020 […] Propheten als auch die im Koran angelegte Ambiguität seines offenbarten Islams zwischen ethisch-moralischen Lehren und politischem Wirken ernst nehmen und für eine Reform des Islams nutzbar machen. Eine solche Erinnerungskultur erlaubte allen Muslimen, Anteil an den Schicksalen der im Namen des Islams vertriebenen und hingerichteten Opfer der damaligen Zeit zu nehmen." […] Der Islam ist eigentlich eine Friedensreligion, die seit Mohammed jedoch von Gotteskriegern, Islamisten und Autokraten missbraucht wird. So lautet im wesentlichen die These des Islamwissenschafters Mouhanad Khorchide, die er in seinem Buch "Gottes falsche Anwälte. Der Verrat am Islam" ausführt. Das ist Geschichtsklitterung, entgegnet ihm heute in der NZZ der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi […] Ourghi. Auch die frühe Geschichte des Islam sei voller Gewalttaten, wie die Ermordung und Versklavung der Juden von Medina zeige: "Die politische Rolle des Propheten abzustreiten und ihn zum falsch verstandenen Friedensengel zu stilisieren, löst keine Probleme, sondern macht Khorchides Thesen angreifbar. Stattdessen müsste eine muslimische Erinnerungskultur sowohl die Ambiguität des Wirkens des Propheten […]