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Krim

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Der Überfluss in der Gefahr

Bücherbrief 06.05.2014 […] Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise dürfte es überdies besonders empfehlenswert sein, diesen Roman zur Kenntnis zu nehmen: Boris Jelzin und Wladimir Putin nahmen in den Tschetschenien-Kriegen kaltlächelnd Zehntausende Tote in Kauf, um das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu unterdrücken, auf das sich Putin jetzt bei der Annexion der Krim beruft. Die deutsche Öffentlichkeit ignorierte diese Kriege weithin, da es kaum Bilder gab und darum kaum um Verständnis für Putin geworben werden musste. […]

Leseprobe zu Perry Anderson: Nach Atatürk. Teil 2

Vorgeblättert 09.03.2009 […] Andererseits stützte sich dieser Staat seit dem fünfzehnten Jahrhundert auf ein Aufgebot - die devshirme - ehemals christlicher junger Männer, die in den unterworfenen Völkern des Balkans ausgehoben worden waren (welche allgemein nicht gezwungen wurden, sich zum Islam zu bekehren); aus ihnen ging die militärische und administrative Elite hervor, die kapi kullari oder "Sklaven des Sultans".(4) Mehr als zweihundert Jahre erschauerte Europa vor der Energie dieser Eroberungsmaschine, deren Einflussbereich schließlich von Aden bis Belgrad und von der Krim bis zum Rifgebirge reichte. Doch gegen des siebzehnten Jahrhunderts, nach der letzten Belagerung Wiens, hatte sich die Energie erschöpft. […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 31.07.2006 […] "Eure Königliche Hoheit", spreche ich ihn voller Ehrfurcht an, "Herr und Herrscher über die Rus -Ukraine, Großfürst von Kiew und Tschernihiw, König von Galizien und Wolhynien, Gebieter von Pskow, Peremysl und Kosjatyn, Herzog von Dniprodserschynsk, Perwomajsk und Illitschiwsk, Großkhan der Krim und von Ismajil, Baron von Berdytschiw, der beiden Bukowinen und Bessarabien sowie Oberhaupt von Nowa Askanija und Kachowka, Archisenior des Wilden Feldes und des Schwarzen Waldes, Hetman und Beschützer der Don-, Berdjansk- und Krywyj-Rih-Kosaken, Rastloser Hirte der Huzulen und Bojken, Patron des gesamten ukrainischen Volkes inklusive Tataren, Mongolen und Kleinchocholen, Speckfressern, Moldawiern und Molwaniern, die leibhaftig sind in diesem unserem Lande, Herr und Hirte der Großen und Kleinen Sloboschanschtschyna sowie des Inneren und Äußeren Tmutorakan, Sproß eines ruhmreichen tausendjährigen Geschlechts, mit einem Wort, unser stolzer und würdiger Monarch, Euer Gnaden, möchtet Ihr nicht vielleicht auf ewig ins goldene Buch der ökumenischen Welterinnerung eingehen?"       […]
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