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Roma

Rubrik: Magazinrundschau - 68 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 5
Magazinrundschau 14.12.2018 […] ungarischen Roma, "Idetartozunk" ("Wir gehören hierzu"), denkt im Gespräch über die Auswirkungen der flüchtlingsfeindlichen Kampagne auf die ungarische Mehrheits- und die Roma-Gesellschaft. "Diese Kampagne der Regierung schadet dem ganzen Land. Sie weckt wahre Ängste, die auf unwahren Behauptungen basierend. Es ist eine Tatsache, dass aufgrund der Kampagne seit geraumer Zeit nicht die Roma als Sündenbock […] Minderheiten in Schwierigkeiten geraten. Der 'Migrant' kann jederzeit gegen 'Linke', 'Liberale', 'Obdachlose', mit dem CEU, mit der Akademie der Wissenschaften ausgetauscht werden. So auch gegen die Roma, auch wenn diese die flüchtlingsfeindliche Kampagne ebenso akzeptierten wie die Mehrheitsgesellschaft. Gegen emotionale Fixierungen kann man offenbar mit den Mitteln der Vernunft kaum ankämpfen." […]
Magazinrundschau 20.09.2016 […] Die Sängerin Ida Kelarová, die selbst halb Romni ist, musste auf einem ihrer Musiksommerkurse für Roma-Kinder Anfeindungen und Aggressionen aus der Nachbarschaft miterleben und beklagt im Gespräch den zunehmenden tschechischen Rassismus gegen Roma: "Ja, die Roma-Kinder sollen sich integrieren, aber verlangt nicht von ihnen, dass sie sich assimilieren. Integration bedeutet, dass ich darauf stolz bin […] [tschechischen] Kinder ein Romalied singen könnten. Die Roma haben ausgezeichnete Musikgruppen, großartige Künstler, aber alle gehen ins Ausland, um Musik zu machen. Nicht mal meine Lieder werden hier gespielt, im Ausland bekomme ich Preise und so weiter, aber hier im hiesigen Radio wird es nicht gespielt, weil es nicht tschechisch ist. Die Roma sind nicht Teil der tschechischen Gesellschaft. Fahren […] Fahren Sie auf den Balkan und dort hören Sie sagen 'Unsere Roma'. Das kommt hier nicht vor." Hier singt sie "Mamo Na Birinav": […]
Magazinrundschau 22.02.2015 […] Out) über eine junge Roma-Frau in Tschechien die meisten Auszeichnungen abgeräumt. Kamil Fila verteidigt den Film gegen Vorwürfe, er sei nur wegen des politisch korrekten Themas so gut weggekommen. ""Cesta ven" ist gerade kein tendenziöser Film. Er erschafft keinen primitiven Feind, hetzt niemanden auf, zeigt keine Schwarz-Weiß-Sicht der Welt. Er ermöglicht es uns im Gegenteil, Roma als Menschen, nicht […] melden sich ja jene zu Wort, die den Film gar nicht gesehen haben -, sondern vor allem die eigene Angst: So wie die Roma, die sich derzeit am Rande der Gesellschaft befinden, könnten wir auch enden. Und es ist recht wahrscheinlich, dass mehr weiße Tschechen diesen Status erleben werden als Roma. Nur fehlt ihnen noch das letzte Stigma, die andere Hautfarbe." […]
Magazinrundschau 02.08.2014 […] 000 Menschen wurden in der Nacht ermordet. Doch auch nach der Auflösung des Lagers wurden ungarische Roma weiter massenhaft in deutsche Lager deportiert. Das ist nur ein Detail des verschwiegenen Holocausts. Ein Grund, warum all dies von der Mehrheitsgesellschaft, aber auch von den Roma verschwiegen wurde, ist, dass wir nur wenige sind, die dieses Feld erforschen, und die Quellen sehr lückenhaft sind […] Parajmos nennen die Roma mittlerweile den nationalsozialistischen Völkermord an ihrer Minderheit: das große Verschlingen. Zum internationalen Gedenktag sprach Mónika Szekeres mit der Historikerin und Aktivistin Ágnes Daróczi, die Gründe für die mangelnde Aufarbeitung sucht: "In der Nacht zum 3. August 1944 wurde das eigens errichtete Zigeunerlager von Auschwitz-Birkenau aufgelöst ... beinahe 3.000 […]
Magazinrundschau 07.01.2014 […] ungarischen Roma, in welchem Ausmaß die Herkunftsländer dieser Minderheit für ihre jetzige Lage - und ihre Emigration nach Westen - verantwortlich sind: "Die Roma haben seit der Wende von 1989, als noch 85 Prozent der männlichen Roma-Bevölkerung Arbeit hatten, immer mehr an Boden verloren. 1993 war diese Zahl schon auf 39 Prozent gefallen, heute liegt sie um 20 Prozent (nur 10 Prozent der Roma-Frauen sind […] marginalisiert. Nach und nach wurden sie wieder in die kleinen Dörfer in den am wenigsten entwickelten Regionen Ungarns gedrängt." Außerdem schreibt Hamze Bytyci über Kulturprojekte von, mit und für Roma und Sinti. […]