Tim Wu fragt im
New Yorker, was aus dem
Google Book-Projekt geworden ist, das seit Jahren trotz einer Einigung, die dann wieder kassiert wurde, auf Eis liegt, weil eigentlich der amerikanische
Kongress aufgerufen wäre, ein neues Copyright-Gesetz zu formulieren. Der Autor gibt
Google Schuld am jetzigen Zustand, weil es das Projekt nicht von vornherein als "not for profit" deklariert habe. Aber die anderen Parteien sind ebenfalls schuld: "
Autoren und Verleger waren trotz des späteren Settlement zu schwierig und verschwörungstheoretisch, vor allem wenn es darum ging, abstrakte und oft wertlose Rechte gegen das öffentliche Interesse abzugrenzen. Und
Medien und Gerichte waren zu sehr darauf versessen, das Settlement abzuschießen, statt es zu verbessern, so dass das Projekt um ein Jahrzehnt oder mehr zurückgeworfen wurde."die
New York Times meldet unterdessen, dass Tim Wu ins Büro der
New Yorker Staatsanwaltschaft eintritt, um bei Prozessen mit Technologiekonzernen zu beraten.
In der
SZ berichtet Tim Leberecht von Versuchen, der
Internet-Ökonomie wieder etwas mehr
Romantik und
Authentizität einzuhauchen: "Von der School of Poetic Computation in New York, die Softwareentwickler als Dichter ausbildet, zu geheimen Event-Reihen wie
Secret Cinema oder
Underground Supper Clubs, die die flüchtige Begegnung, den Zauber der Ahnung und Mehrdeutigkeit zelebrieren. Etsy, die E-Commerce-Plattform für
handgefertigte Produkte, unterhält sogar einen internen Geheimbund mit der Aufgabe den Arbeitsplatz zu verzaubern: das "Ministry of Unusal Business"."