"Beispiele der
Bereinigung von App-Bibliotheken kannte man in der Vergangenheit bislang eher aus repressiven Staaten wie China oder Russland", jetzt aber auch in der USA: Die App
ICEBlock wurde auf Geheiß des Justizministeriums aus dem Apple-Store und vermutlich bald auch aus dem Android-Store entfernt, schreibt Michael Moorstedt in der
SZ. In der App konnten Einsätze des Immigration and Customs Enforcement (ICE) (
hier mehr zur Behörde) dokumentiert werden und Betroffene warnen, die Einsatzgebiete zu betreten. "'Wir sind entschlossen, dies mit allen Mitteln zu bekämpfen', kommentierte ICEBlock-Entwickler
Joshua Aaron über die Sperrung. 'Unsere Mission war es schon immer, unsere
Nachbarn vor dem Terror zu schützen, den diese Regierung weiterhin über die Menschen dieses Landes bringt.'" Apples Stellungnahme klingt wie folgt: "'Aufgrund von Informationen, die wir von Strafverfolgungsbehörden über die mit ICEBlock verbundenen Sicherheitsrisiken erhalten haben, haben wir diese und ähnliche Apps aus dem App-Store entfernt.' Sowohl Apple als auch Google begründen die Löschung damit, dass die
Programme gegen Antidiskriminierungsrichtlinien verstoßen würden. Die dort geteilten Informationen könnten verwendet werden, um Polizeibeamte zu gefährden." Die US-Regierung will dem ICE derweil noch Kompetenzen geben, auf die Daten der US-Bevölkerung zuzugreifen.