Aaron Sahr beleuchtet die Funktionsweise der Kreditpraxis als Verschränkung von Vertrauensbekundungen und Misstrauensmanifestationen und reflektiert dabei den Siegeszug von Derivaten ebenso wie die Bedeutung von Schattenbankstrukturen, die Rolle der Ratingagenturen und algorithmisierter Risikokalkulation sowie den Rückzug administrativer Regularien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2017
Bernhard Emunds lauscht dem Philosophen und Soziologen Aaron Sahr, wenn der die neoklassische Geldtheorie kritisiert, eine neue Soziologie des Geldes zu begründen sucht und das heutige Geldsystem infragestellt. Dass die Soziologie des Geldes auf mindestens einem Auge blind ist, da sie Geld nicht als Kredit begeift, das buchstäblich Beziehungen unterhält, vermag Sahr dem Rezensenten zu erläutern. Scharf beobachtet findet Emunds auch andere den Umgang mit Geld betreffende Zusammenhänge. Spannende Aspekte fördert der Autor da für ihn zutage. Dennoch: Eine fundamentale Neuordnung der Geldsoziologie durch Sahr kann der Rezensent nicht erkennen. Es handelt sich eher um eine lesens- wie bedenkenswerte, Ökonomen inspirierende Ergänzung, meint er.
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