Was tun, wenn existenzielle Entscheidungen ohne sichere Datengrundlage und in größter Eile zu treffen sind? Auch Experten sind vor Denkfehlern nicht gefeit. Hier kann "Philosophie in Echtzeit" helfen. Denn Erkenntnistheorie, Risikoethik und Entscheidungstheorie können beim Ausloten des Ungewissen Klarheit und Orientierung bieten. Am Fall der Corona-Pandemie zeigen die Autoren mit einem Ausblick auf Klima- und KI-Risiken: Was können wir vor, während und nach der Katastrophe wissen - und wie können wir strategisch handeln.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2020
Rezensent Johan Schloemann freut sich, dass die Philosophie sich des Themas Corona annimmt. Das Buch von Nikil Mukerji und Adriano Mannino scheint ihm allerdings noch nicht philosophisch genug insofern, als die beiden Autoren bei ihren Rückblicken auf die Handhabung der Pandemie und den Ausblicken und Vorschlägen zum weiteren Umgang damit zu wenig "über den Sinn von Lebensvollzügen" nachsinnen. Die Vorschläge zur Lockerung der Maßnahmen - die Autoren schlagen eine stärkere Isolierung der Risikogruppen vor, damit sich der Rest der Gesellschaft wieder ungehindert bewegen kann - erscheinen Schloemann ethisch eher fragwürdig. Trotzdem findet er das Buch als erhellend, vor allem die Analysen der Debatten um die Risiken von Sars-CoV-2 und das exponentielle Wachstum der Ansteckungen scheinen ihm lehrreich. Ein Schnellschuss, aber anregend, meint er.
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