Aus dem Französischen von Gernot Kamecke. Die persönliche und philosophische Auseinandersetzung Badious mit Gilles Deleuze vereinigt sich in dieser Schrift zu einer überaus klaren Darstellung des Denkens des großen französischen Philosophen, an der zentrale Positionen des Denkens von Badiou selbst umso konturierter hervorteten. Das oft beschworene Bild von Gilles Deleuze, als einem mehr oder weniger anarchistischem Apostel des Fließens und der Heiligkeit des Begehrens, stellt Badiou dabei grundsätzlich in Frage. Stattdessen liest er Deleuze im Kontext einer Rehabilitierung des metaphysischen Projekts unter den Voraussetzungen der Gegenwart:
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.11.2003
Gilles Deleuze als Metaphysiker? Der unkonventionelle Franzose, der noch jede Unübersichtlichkeit der Eindeutigkeit vorzog, als Sucher nach dem einen Wesen des Seins? Interessante These, gesteht Michael Mayer dem Autor Alain Badiou zu, aber leider wenig überzeugend. Badiou, der Deleuze in einer "innigen Hassliebe" verbunden sei, versuche das Denken des Philosophen in Heideggers "Seinsdenken" zu spiegeln, um sein Verhaftetsein im metaphysischen Projekt zu zeigen und liefere damit die Pointe seines Scheiterns gleich mit. Denn Heidegger selber, erklärt Mayer, könne nicht als ungebrochenes Beispiel für die klassische philosophische Suche nach einer ganzheitlichen Systematik des Seins herhalten. Badiou müsse also scheitern, weil er weder Heidegger noch Deleuze richtig verstanden habe.
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