"Nachdenklich machen ist die tiefste Art zu begeistern", so formuliert Albert Schweitzer wiederholt das Leitmotiv seiner publizistischen Arbeit. Es gilt nicht nur für die großen Monographien, sondern gerade auch für die vielen kleineren Arbeiten. Die in diesem Band versammelten philosophischen und theologischen Beiträge aus den Jahren 1900 bis 1965 bezeugen dies klar, prägnant und mit großer Aktualität. Ihre Spannweite reicht von wissenschaftlichen Texten bis zu elementaren Orientierungsangeboten für den Alltag. Der vorliegende Band enthält Beiträge zu einem breiten Themenspektrum von der Ethik in der Wissenschaft über den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, den Weltfrieden und die Aufgabe der Schule bis hin zum Vegetarismus und zum Stierkampf. Nicht zuletzt präzisiert Schweitzer hier einige seiner Leitbegriffe und verleiht seiner Deutung der Geistesgeschichte neue Akzente.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2003
"Herrlich intellektuell", begeistert sich Friedrich Wilhelm Graf, tritt dem Leser Albert Schweitzer in den hier versammelten Texten, einer "gelungenen Auswahl" von Arbeiten aus den Jahren 1900 bis 1965, gegenüber. Schweitzer schreibt da, erfahren wir vom Rezensenten, über Goethe, Kant und Schopenhauer, berichtet in elegantem Französisch über die indische Ethik der "Nicht-Anerkennung von Gewalt" und kritisiert die zeitgenössische Psychiatrie ebenso wie den Stierkampf. Außerdem enthalte der Band einen wichtigen Vortrag Schweitzers zum Zusammenhang von Protestantismus und Wissenschaftlichkeit aus dem Jahr 1903, der, schreibt Graf, "selbst vielen Spezialisten" bislang noch nicht bekannt war.
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