Wenn eine Persönlichkeit wie Adolf Holl ihren 80. Geburtstag feiert, kann sie auf ein wichtiges Lebenswerk zurückblicken. Das Adolf-Holl-Brevier versammelt Sentenzen, Episteln, Thesen und provokative Fingerprints eines gesellschaftskritischen Theologen und Literaten, der längst zu den wichtigsten Intellektuellen Österreichs zählt und für viele eine Instanz nicht nur in Fragen des Religiösen geworden ist. Ein Leitfaden durch Holls Gedankenwerk, das mehr als nur spirituellen Halt im Jahreslauf gibt und das Leben als bestes Gebet erscheinen lässt.
Einen der wenigen Wiener "Geistesmenschen" nach Thomas Bernhards Definition findet Franz Schuh im Theologen und Religionssoziologen Adolf Holl. Der Rezensent zollt dem 1976 vom Priesteramt suspendierten Autor seinen Respekt für sein lebenslanges "religiöses Denken" und sein Nachdenken über Religion. Mit dem Brevier hält Schuh Auszüge seiner Bücher in Händen, wobei sich Holl mit der Wahl der Bezeichnung Brevier für seine Textsammlung an der Form des katholischen Stundengebets orientiert, wie der Rezensent extra nachgeschlagen hat. Der Autor stellt die religiöse Ordnung in Frage und richtet sich kritisch gegen das "Bestehende", verrät uns Schuh, der im Werdegang des katholischen Geistlichen auch so eine Art "Heldengeschichte" erkennt.
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