Aus dem Russischen von Rosemarie Tietze. Mit einem Vorwort von Andrej Bitow. Lebensgeschichte eines russischen Millionärs. Panikin ist ein russischer Unternehmer der ersten Stunde. Mit zwölf spekulierte er mit Fußballeintrittskarten. Später sammelte er Erfahrungen im Straßenhandel. Geld wird für Panikin mit der Zeit aber immer unwichtiger. "Der Gewinn ist kein Ziel, sondern ein abstraktes Instrument zur Erlangung eines größeren Maßes an Freiheit." Das Gorbatschowsche Gesetz zur privatwirtschaftlichen Tätigkeit in den Kooperativen eröffnet ihm den Weg in die Betriebe. Panikin wird zum ersten legalen Unternehmer Russlands, läßt seine Textilfirma in Berlin registrieren und bildet ein Joint Venture mit sich selbst. Panikin ist den anderen immer einen halben Schritt voraus, denn "Bewegung heißt Überleben, Stille bedeutet freien Fall". Sein Werdegang ist die russische Variante des American Dream.
Lesenswert, so Dorothee Wenner, sei diese Autobiografie des russischen Unternehmers Panikin allemal. Der Lebensweg führt vom Theaterdirektor zum Verkäufer von Wandmasken und schließlich zum überaus erfolgreichen Textilfabrikanten. Zur Durchsetzung kapitalistischer Methoden in der Sowjetunion habe es eines abenteuerlichen "Pioniergeistes" ebenso bedurft wie "brillanter Schlitzohrigkeit". Sympathisch sei ein gewisses Maß an Bescheidenheit, das Panikin, neben dem krummen Lebenslauf, von westlichen Erfolgsstrebern wie Lee Iacocca unterscheide.
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