Mit Illustrationen von Susann Massute. Künstliche Intelligenz: eine Technologie, die von Tag zu Tag mehr in Massenprodukte einfließt und zum wichtigsten Markt im digitalen Kapitalismus wird. Doch was ist eigentlich Intelligenz, und ist das ein adäquater Begriff für Software, deren Reaktionen wir intuitiv für "intelligent" halten und damit großes Vertrauen schenken? Wie "lernen" Algorithmen? Lassen sich ihre Schlussfolgerungen verstehen oder kontrollieren?
Im politischen Kontext stellt sich die Frage, wem die Algorithmen und Daten, die Produktionsmittel der KI-Ökonomie, gehören, wer sie kontrolliert und wer die Verantwortung für ihre Entscheidungen trägt. Wenn Künstliche Intelligenz bei Kreditverträgen, Jobvergabe, der Höhe von Versicherungsbeiträgen und sogar bei der Rechtsprechung Einfluss nimmt, wenn Sprachassistenten unseren Alltag ständig begleiten, was bedeutet das für den Einzelnen? Wenn globale Unternehmen mit KI Geld verdienen, was bedeutet das für die Gesellschaft? Timo Daum liefert eine linke Kritik mit politischen Perspektiven.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.03.2019
Rezensentin Vera Linß ist hingerissen: Timo Daum beschreibt in seinem neuen Buch die Künstliche Intelligenz als besonders perfide Variante des Kapitalismus und demaskiert sie mit Marx und dem kanadischen Theoretiker Nick Srnicek als "Herrschaftsinstrument". Was aber dagegen tun? Laut Rezensentin plädiert Daum für eine "Vergemeinschaftung" der Technologien, die die KI speisen. Da wird die Diskussion gleich auf ein ganz "neues Level" gesetzt, freut sich die Rezensentin.
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