Aus dem Schwedischen von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt. Die unvergessliche Geschichte eines Sámi-Mädchens, das in einer im Verschwinden begriffenen Welt für seinen Platz im Leben kämpft. Die Sámi Elsa ist neun Jahre alt, als sie allein Zeugin des Mordes an ihrem Rentierkalb wird. Der Täter zwingt sie, zu schweigen. Sie kann nichts tun und fühlt sich doch schuldig, gegenüber ihrer Familie und allen, die ihr nah sind, denn wieder einmal sieht die Polizei keinerlei Anlass, in einem Verbrechen zu ermitteln. Elsas Rentier gilt schlicht als "gestohlen". Als die Bedrohung der Sámi und ihrer Herden dramatisch zunehmen und auch Elsa selbst ins Visier des Haupttäters gerät, findet sie endlich die Kraft, sich ihrer lange unterdrückten Schuld, Angst und Wut zu stellen. Aber wird sie etwas ausrichten können gegen die Gleichgültigkeit der Behörden und die Brutalität der Täter?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2022
Rezensentin Katrin Doersken findet Ann-Helén Laestadius' unter den finnischen Samen spielenden Krimi recht originell, denn hier werden nicht nur, aber in erster Linie Rentiere zu Opfern eines Mörders, der bei einer seiner Taten von der neunjährigen Elsa beobachtet wird, während sich die Polizei für diese Vergehen nicht sonderlich interessiert. Verglichen mit der gelungen kindlichen Sprache im ersten Buchteil gelingt es der Journalistin und Kinderbuch-Autorin im zweiten und dritten Handlungsabschnitt des Buches stellenweise nicht ganz, aus der Perspektive der gereiften, nüchtern betrachtenden Elsa zu schreiben, aber die Rezensentin kann ihr das verzeihen, wenn der "zarte Hauch von Magie" den Realismus wie Pulverschnee verziert.
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