Deutsch von Sigrid Engeler. Thomasine Gyllembourg - eine Frau, die am Ende des 18. Jahrhunderts fühlt, empfindet, sieht und versteht, als lebte sie heute. Die dänische Dichterin wächst auf in einer Zeit, die von bürgerlicher Enge, Unterdrückung der Leidenschaften und männlicher Dominanz gekennzeichnet ist. Das eher stille Mädchen geht eine viel zu frühe Ehe mit dem Revolutionär Heiberg ein. Schwach und dennoch stark ist sie, als sie Heiberg das Bett verweigert, weil sie ihn nicht mehr liebt - denn inzwischen hat sie gelernt, was stürmische Verliebtheit und erotische Besessenheit bedeuten. Sie setzt die Auflösung ihrer Ehe durch und heiratet den schwedischen Baron Gyllembourg. Und es wird noch eine ganze Zeit dauern, bis sie auch als Schriftstellerin den Weg der Freiheit beschreitet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2000
Hanns Grössel ist äußerst angetan von dem Roman über die dänische Schriftstellerin Thomasine Gyllembourg. Weder vollständige Romanbiografie noch Bild der Zeit sei das Buch, sondern vielmehr die Wiedergabe des "Rhythmus eines stufenreichen langen Frauenlebens". Dabei gehe die Autorin sehr behutsam und konsequent vor. Sie zeichne sich durch den ökonomischen Einsatz der Mittel aus, bei dem mehr angedeutet als ausgewalzt werde, und verliere sich dabei nicht in kunstgeschichtlichen oder literaturhistorischen Fakten, lobt der Rezensent.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…