Mit 307 Duotone-Tafeln und 113 Abbildungen. "Changing New York" war das wohl ehrgeizigste dokumentarfotografische Großprojekt, das jemals realisiert wurde. Im Auftrag der Works Progress Administration dokumentierte Berenice Abbott (1898-1991) zwischen 1935 und 1939 den Wandel einer Stadt, die - nicht nur damals - als das Metropolis Amerikas galt und die ihr Gesicht unter den massiven Einwirkungen von Depression und Spekulation in rasantem Tempo veränderte. Berenice Abbotts Leitfigur bei der systematischen Erfassung von Straßenzügen, einzelnen Gebäuden und Plätzen war Eugene Atget, der das Paris der Jahrhundertwende in Tausenden von Bildern festgehalten hatte und dessen Nachlass Berenice Abbott erwarb, als er 1927 starb.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2002
Die Begeisterung der Fotografin Berenice Abbott für ihre Stadt, New York, und deren radikale Veränderung von der Emigranten- und Hafenstadt zur Wolkenkratzer-Metropole hat sich in einer 1937 erstmals zusammengestellten Ausstellung von New-York-Bildern materialisiert. An Hand des jetzt wieder aufgelegten Bandes dieser epochalen Dokumentation zeichnet Andrian Kreye in seiner Rezension kurz sowohl die Werkgeschichte als auch die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen ihres Entstehens nach. Er würdigt Berenice Abbotts Arbeiten über New York dabei als "Grundlagenwerk der Dokumentarfotografie", die sich, so zitiert er die Autorin, 'dem Realismus verpflichtet' sah, diesem jedoch ästhetische Aspekte nicht untergeordnet hat.
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