Er arbeitete für eine Erneuerung des Judentums auf der Grundlage der deutschen Sprache. Doch das Land, das ihm Heimat war, verjagte ihn. Nach Auschwitz sah er die Beziehung des Judentums mit Deutschland zerstört, und ist doch offen für ein neues Gespräch. Was hat es mit Martin Buber und den Deutschen auf sich? War er der vom "geistigen Deutschland anerkannter deutsche Jude" oder nur der "Jude für die Deutschen nach Auschwitz"? Dieser Essay begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Er bringt das facettenreiche Bild einer ebenso spannungsvollen wie fruchtbaren Beziehung zu Tage.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.09.2021
Rezensent Micha Brumlik empfiehlt Bernd Wittes Monografie über Martin Buber. Überzeugend präzise und urteilsstark findet er die Auseinandersetzung des Autors mit Buber und seinem Werk. Bubers Prägung durch die deutsche Spätromantik sowie sein Verständnis der Juden als "Volk" vermittelt ihm der Autor kenntnisreich und nah an den (bibelwissenschaftlichen) Texten. Bubers Wirken im Nachkriegsdeutschland und seine Beziehung zu Heidegger setzt der Autor dem Leser laut Brumlik kritisch auseinander.
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