Die Theoriegeschichte der Ökonomie ist durch ihr aristotelisch-abendländisches Erbe geprägt. Sich aus dem Schatten Aristoteles herauszuarbeiten, ist ihr Hauptpart bis in die Moderne. Dies lässt sich an drei Zentraltopoi festmachen: Thomas von Aquin (caritas), John Locke (Arbeit und Eigentum) und Adam Smith (Kapital und Wachstum). Priddat zeichnet in dieser Theoriegeschichte die großen Argumentationsbögen nach, die die moderne Ökonomie haben entstehen lassen und macht diese dadurch zugänglich sowohl für Studierende der Wirtschaftswissenschaft, als auch für Interessierte aus anderen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2003
Birger P. Priddats Buch bietet, so erfahren wir von Indira Gurbaxani, eine "lehrreiche Lektüre für alle, die sich für Theoriegeschichte interessieren", aber "durchaus auch für alle, die sich bisher noch nicht dafür interessiert haben." Priddat sei es gelungen, eine "neue Form" für die Geschichte der Wirtschaftstheorie zu finden - und also keine weitere "keynesianische, neoklassische oder schumpeterianische Theoriegeschichte" zu schreiben, wie Gurbaxani erläutert. Der Versuch, "die Entwicklung des ökonomischen Denkens im Kontext der Begriffssysteme nachzuzeichnen, die sie jeweils dominierten", wie Priddat seinen Anspruch formuliert, sei also geglückt. So zeigt er, erfahren wir, dass das ökonomische Denken bis in die Neuzeit hinein, "vom aristotelischen Denken" geprägt war, und dann zunächst von einer "Theorie des Wachstums". Bei all dem erläutert Priddat außerdem stets "sorgsam" alle verwendeten Begriffe, lobt die Rezensentin - wie er auch bei der Einordnung einzelner Theorien in "das Puzzle seiner Theoriegeschichte", stets gründlich vorgehe.
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