In der sozialen Selbstwahrnehmung des modernen Menschen, aber auch in gesellschaftspolitischen Diskussionen spielt das Thema "Arbeit" eine zentrale Rolle. Nur philosophisch fristet es eher ein Schattendasein. Das möchte der vorliegende Band ändern und bietet erstmals eine Zusammenstellung der einschlägigen philosophischen Texte von der Antike bis zur Gegenwart, von Hesiod und Platon über Luther und Locke bis Arendt und Gorz. Er versteht sich als Anregung zur Auseinandersetzung mit einem Gegenstand, dessen Aktualität und Relevanz außer Frage steht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2017
Die Wirtschaftsethiker Michael Aßländer und Bernd Wagner für ihr Buch haben nach eigener Aussage abseites des abgegriffenen Kanons nach philosophischen Beiträgen zum Thema Arbeit gesucht, erzählt Rezensent Jörg Aurel. Von der göttlichen Ordnung in Antike und Mittelalter entwickelt sich der Rahmen, in dem Arbeit diskutiert wird, hin zu Wohlfahrtsstaat und Erwerbstätigkeit, fasst der Rezensent zusammen. Schön findet Aurel Paul Lafargues Plädoyer für ein "Recht auf Faulheit" und einen kleinen Beitrag Dieter Thomäs über Burn-Out und "Work-Life-Balance", vermisst aber insgesamt mehr neue Zugänge zum Thema, die dieser "Philosophie der Arbeit" Brisanz hätten verleihen können.
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