Aus dem Spanischen von Christian Hansen. "Ich dachte, heute sei vergangener Montag" - Nachdem der einsam und verlassen in der Schweiz verstorbene Zauberer Tenor dem Ewigen Buddha seinen letzten großen Trick vermacht hat, muss dieser sich nicht nur mit chinesischen Banken und den elendigen Monotheisten herumschlagen, sondern löst mit diesem Missverständnis eine Kette von Verwicklungen aus. Der große Magier César Aira zimmert ein Wolkenschloss aus echten Illusionen und falschen Budenzaubern, die alle Wahrheiten des Daseins infrage stellen. Ein Verwirrspiel, in dem Groteske und Realität, Philosophie und Pop zueinanderfinden und schließlich kaum mehr zu unterscheiden sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2019
In der Flut von Autofiktionen und Memoiren sind die Romane des argentinischen Autors Cesar Aira eine Wohltat, versichert Karin Janker. Entsprechend erfreut ist die Rezensentin, dass Matthes & Seitz seine "Bibliothek Cesar Aira" mit "Was habe ich gelacht" und "Das Testament des Zauberers" um gleich zwei neue, frisch ins Deutsche übertragene Romane erweitert. Vergnügt lässt sie sich von Aira aufs literarische Glatteis führen, erkennt bald aber die subversive Poetologie hinter den schmalen Texten, in denen der Autor Erlebtes, Gelesenes und Fantastisches in "Assemblagen" anordnet. Tempo, Witz und Einfallsreichtum machen Airas Romane zu großer Literatur, schließt sie.
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