Cesar Aira

Was habe ich gelacht

Cover: Was habe ich gelacht
Matthes und Seitz, Berlin 2019
ISBN 9783957576859
Gebunden, 92 Seiten, 11,99 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Christian Hansen. Ist das Lachen nicht bloßer Reflex, gedankenloses Schafsblöken, das der komplexen Tragikomik des Lebens nicht gerecht wird? Ein sinnentleerter Epilog, der auf eine gute Geschichte folgt? Aira eröffnet in dieser überraschend intimen Erzählung, die mal Autofiktion, mal wilde Fabel ist, einen Raum zwischen Witz und Gelächter, jenen Spalt, der oft zwischen dem eigenen Bewusstsein und der Gegenwart des Moments klafft: Darin finden wir Träume, Erinnerungen, einen Ozean der Wehmut - und schließlich auch das Lachen. Eigensinnig und doppelbödig zeigt sich der argentinische Ausnahmeautor hier in seiner ganzen weltliterarischen Größe.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 21.03.2019

Rezensent Martin Krumbholz empfiehlt Cesar Aira hakenschlagende Liebes- und Abenteuergeschichte. Nachhaltig verwirrt von der Erzählweise des Autors, den tausend Wendungen der Geschichte, den mannigfachen Motiven und Motiv-Elementen, taucht Krumbholz schließlich doch gerne ein in diese bewusst kryptisch konstruierte "Meta-Literatur". Ein schmaler Roman, aber hochklassige Literatur, verspricht der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2019

In der Flut von Autofiktionen und Memoiren sind die Romane des argentinischen Autors Cesar Aira eine Wohltat, versichert Karin Janker. Entsprechend erfreut ist die Rezensentin, dass Matthes & Seitz seine "Bibliothek Cesar Aira" mit "Was habe ich gelacht" und "Das Testament des Zauberers" um gleich zwei neue, frisch ins Deutsche übertragene Romane erweitert. Vergnügt lässt sie sich von Aira aufs literarische Glatteis führen, erkennt bald aber die subversive Poetologie hinter den schmalen Texten, in denen der Autor Erlebtes, Gelesenes und Fantastisches in "Assemblagen" anordnet. Tempo, Witz und Einfallsreichtum machen Airas Romane zu großer Literatur, schließt sie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2019

Christian Metz freut sich sehr über die Veröffentlichung dieser Novelle von César Aira, für Metz eher ein kunstvoll gefalteter erzählerischer Essay über Bücher und das Lachen. Meisterlich findet er die präzise Erzählökonomie des Autors, wie er Reflexionen, Beobachtungen, Kindheitserinnerungen und Figuren miteinander verquickt, geschmeidig zwischen Fiktion und Fakten, Theorie und Realität wechselt, bis das Erzählte eine völlig neue, unerwartete Gestalt annimmt. Von zauberischer Schönheit erscheinen ihm Airas dichte Beschreibungskunst, seine Bildlichkeit und die Balance zwischen den Episoden.
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