Aus dem Französischen von Dieter Meier. Zwei Abenteurer machen sich mit einem Ballon auf den Weg zum Nordpol. Dort geraten sie in eine unheimliche Welt mit Dinosaurier-ähnlichen Wesen. Die furchteinflößenden reptilienartigen Geschöpfe sind intelligent und technisch versiert. Wird es den Männern gelingen, sich mit den Ungeheuern zu verständigen und der fremden Welt wieder zu entkommen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2025
Rezensent Tilman Spreckelsen ist angetan von diesem 1907 entstandenen Abenteuerroman, der nun erstmals auf Deutsch vorliegt und in dem erkennt, dass der französische Schriftsteller Charles Derennes in der Tradition von Jules Vernes steht. Vor dem Hintergrund des damaligen Technikoptimismus entwirft der Autor eine fantastische Expedition in eine unterirdische Polarwelt, bevölkert von technisch versierten, kulturell fremden Echsenwesen, samt Ballonabenteuer, Rätseln um die verschollene Andrée-Expedition aus dem Jahre 1897 und einem Fund, der den Helden "erschüttert". Der Kritiker lobt die kluge Verknüpfung von Zeitgeist, Wissenschaft und Fiktion sowie die kritische Dimension: Das Buch zeigt, "woraus sich Kolonialismus speist", und wie Neugier in Gewalt umschlägt, bis hin zu einem "Blutbad". Trotz einer aus seiner Sicht unglücklichen deutschen Titelwahl empfiehlt er die Wiederentdeckung ausdrücklich als spannenden, gedanklich überraschend modernen Klassiker.
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