Aus dem Französischen von Caroline Vollmann. Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow. Philippe schildert ein ungeschöntes Paris, Stadt der Stundenhotels und Schreibstuben, der Mansardenzimmer und Hinterhöfe, den Moloch mit dem Lärm der Boulevards, Bahnhöfe und Fabriken, mit dem nächtlichen Glanz der Lichter, Begierden und Verführungen. In diesen Milieustudien fließen Rausch und Nüchternheit ineinander: Mit dem Kontrast von traumhaft-schwebenden Bildern, grotesken Dialogen und einem schlichten, zuweilen kargen Tonfall des Erzählens fand Anfang des 20. Jahrhunderts ein ganz neuer Erzählduktus Eingang in die französische Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.02.2002
Zwei Romane von Charles-Louis Philippe, die erstmals 1901 und 1906 erschienen sind, gibt es jetzt in einem Band in neuer Übersetzung, und Rezensent Hanns Grössel hätte am liebsten gleich noch mehr davon. Denn der Autor schreibe mit "geistiger Redlichkeit" und "künstlerischer Sicherheit", beobachtet exakt und überrascht. Insbesondere schätzt Grössel aber die "sorgfältige" Edition dieser Ausgabe, das Nachwort ist "gehaltvoll" und die neue Übersetzung des alten französischen Textes von Caroline Vollmann in ein heutiges Deutsch wird den Romanen sehr viel besser gerecht als frühere Übersetzungen, lobt der Rezensent.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…