Ludwig van Beethoven hat Christian Thielemann auf seinem musikalischen Lebensweg geprägt wie kaum ein anderer Komponist. In seinem Buch führt der Dirigent durch das Universum von Beethovens Musik und schildert, warum es ein ganzes Leben braucht, um ihr gerecht zu werden. In diesem Buch erklärt er, was die unübertroffene Größe von Beethovens Sinfonien ausmacht, wieso dem Komponisten bei der Oper kein Glück beschieden war und warum die "Missa solemnis" sein Beethovensches Herzensstück ist. Vom Violinkonzert, das als Krone der Schöpfung gilt, und von den Klavierkonzerten ist die Rede, aber natürlich auch von den Klaviersonaten und Streichquartetten. Christian Thielemann denkt über das ewige Streitthema des "deutschen Klangs" nach, über gutes und schlechtes Pathos und über den Skeptiker Beethoven.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2020
Michael Ernst geht mit Christian Thielemann auf Beethoven-Reise. Der subjektive Zugang des schreibenden Dirigenten stört Ernst nicht, eher schon die von der Coautorin und Journalistin Christine Lemke-Matwey mitverantworteten Wortschöpfungen wie "rossinös" oder "unschubertisch". Mit den Sinfonien im Zentrum vermittelt das Buch Ernst auf sachkundige, manchmal "schnoddrige" Weise das Arbeitsleben des Dirigenten mit Beethoven. Thielemanns Exkurse in die Musiktheorie, zur Aufführungspraxis und Vorbildern wie Karajan drängen Ernst zum Nachhören der Musik.
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