Herausgegeben von Klaus Amann und Brigitte Strasser. Mit einem Nachwort von Klaus Amann. Christine Lavant erzählt von dem, was sie am besten kennt: von verletzten Kinder- und Frauenseelen, von den feinen und weniger feinen gesellschaftlichen Unterschieden, von Armut, Krankheit und Ausgrenzung, von erzwungener Anpassung, Bigotterie und Gewalt, aber auch von der befreienden Kraft der Liebe und der Fantasie. Der zweite Band der vierbändigen Werkausgabe bietet alle zwölf zu Lebzeiten Lavants erschienenen Erzählungen in neu edierter Gestalt, da viele der Erstdrucke von fremder Hand bearbeitet waren.
In Österreich wurde die 1915 unter ärmlichsten Bedingungen aufgewachsene Christine Lavant noch zu Lebzeiten mit den höchsten Literaturpreisen ausgezeichnet, doch dass ihr Werk erst jetzt in einer Gesamtausgabe erschlossen wird, findet Gisela Trahms "auf traurige Weise skandalös". Höchste Zeit also, dass sich mit Wallstein endlich ein Verlag ihres Lebenswerks annimmt, meint die Rezensentin und ist sofort begeistert: von Lavants faszinierendem Ton, "souverän, zart komisch und anrührend", ebenso wie vom "klugen Nachwort" des Herausgebers Klaus Amann. Mehr noch als der erste Band der Ausgabe, der Lavants in ihrer Ballung doch ein wenig redundante Gedichte enthält, bietet dieser Band für Trahms die überfällige und dringend angeratene Gelegenheit, die Kärtner Schiftstellerin (neu) zu entdecken.
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