Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2002
Peter Niklas Wilson zeigt sich in seiner Besprechung durchaus beeindruckt von diesem Text, aber ihm fehlt die Bezugnahme des Autors auf die existierende "Improvisationsliteratur". Wie ein "Monolith" stehe deshalb diese "Hypostasierung von Improvisation" da. Dabei wolle Christopher Dell doch offensichtlich, meint Wilson, eine auf Oralität, Kommunikation und "praktische Intelligenz" rekurrierende Haltung beschreiben - und empfehlen -, eine Art der "aktiven Antithese zu einer immer stärker normen- und regelfixierten Gesellschaft". "Mühsam zu verfolgen" ist diese Studie auch, findet Wilson, weil ihr "hoher Abstraktionsgrad" selten aufgelockert oder auch nur anschaulich gemacht wird, etwa durch Beispiele aus künstlerischer oder sozialer Praxis. Was also tun? Wir werden wohl, schreibt Wilson, auf die von Dell "angekündigte Abhandlung zur Technologie der Improvisation" warten müssen. Erst dann werde vielleicht die "Plausibilität der Theorie am praktischen Exempel" überprüfbar.
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