Penguin Verlag, München 2026
ISBN
9783328604402 Gebunden, 160 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Liebesvariationen in den rumänischen Karpaten, Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen. Hier trennt sie eine Bahnschranke - in Wirklichkeit trennt sie jedoch ein ganzes Leben. Für diese Wochen im Sommer verwischen die Unterschiede. Gemeinsam beobachten sie die Paare im Ort und ergründen, wann Liebe Liebe ist. Da ist die kluge Anwältin aus Bukarest, die ihren kranken Mann pflegt, bis eines Tages ein Baum aus ihrem Haus wächst. Und die schöne Dame, die einer Figur aus einer Telenovela gleicht, mit ihrem völlig unscheinbaren Ehemann. Das Paar mit den gleichen Wehklagen. Paare, die ungleicher kaum sein könnten und die doch glücklich miteinander zu sein scheinen. Und mittendrin Roxana und Camil und ihre Geschichte, die eine Liebesgeschichte werden könnte. Mit eben jener Geschichte fährt eine Autorin durch Deutschland und erzählt jeden Abend einem neuen Publikum von dem jungen Liebespaar.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2026
"Bewundern und Betörenlassen braucht Zeit", sagt Dana Grigorcea im Interview mit Rezensentin Leonie C. Wagner. Sich diese Zeit zu nehmen, sei eine Fähigkeit, die vielen immer mehr abhanden komme. Ständig sei da die Angst, etwas zu verpassen, sagt sie. Es gibt jedoch ein Antidot gegen diese Angst, weiß Grigorcea auch: Die Literatur. Und oh, dieses Antidot kann köstlich sein, weiß Wagner wiederum: so leicht, so sommerlich frisch, humorvoll und wendungsreich wie "Tanzende Frau, blauer Hahn" zum Beispiel. Für die in Ceausescus Rumänien geborene, in der Schweiz lebende Autorin bedeutet die Literatur Freiheit, sie ermöglicht es, Räume zu schaffen, Räume einzunehmen, Menschen kennenzulernen, sich ihnen zu nähern, ihre Welten zu erkunden - Welten wie der rumänische Ort Busteni im Sommer 1989, kurz nach der Wende. Für Grigorcea ist das Schreiben über und an solche Orte und Momente eine Form der Lebenslust, und diese Lust, so die angeregte Rezensent, überträgt sich!
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…