Herausgegeben von Stefan Berger, Burkhard Dietz und Helmut Müller-Enbergs. Als "Westarbeit" bezeichnet wurden in der DDR Aktivitäten eigener Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland. Dies umfasste klassische Spionagetätigkeiten, aber auch andere Maßnahmen, die eine destabilisierende Einflussnahme auf den westdeutschen Staat beabsichtigten. Das Ruhrgebiet gehörte zu den Regionen mit dem höchsten Stellenwert innerhalb der "Westarbeit". Es war für den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Westdeutschland und inWesteuropa bedeutsam, seine Gesellschaft war ausgesprochen proletarisch geprägt, und es wurde bereits am Ende der 1950er Jahre von einer tiefen wirtschaftlichen Strukturkrise erfasst. So schienen hier die Voraussetzungen zur Herbeiführung einer revolutionären Situation in Westdeutschland als strategisches Ziel der "Westarbeit" besonders günstig. deDer Band bietet eine Bestandsaufnahme der auf das Ruhrgebiet gerichteten Aktivitäten der "Westarbeit".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2020
Reiner Burger erfährt aus dem von Stefan Berger, Burkhard Dietz und Helmut Müller-Enbergs herausgegebenen Band, wie die SED mit eher geringem Erfolg versuchte, im Ruhrgebiet eine sozialistische Revolution anzustoßen. Die versammelten Tagungsbeiträge, die laut Burger mitunter redundant sind, arbeiten die "Zielobjekte" der Westarbeit heraus, Gewerkschaften, Kirchen, Hochschulen, Unternehmen etc., und ermessen die Erfolge (vor allem bei der Forschungsspionage, wie Burger feststellt) beziehungsweise Misserfolge.
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