Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Sie erwarten ihn schon. In einem verlassenen Haus, in einem großen, leeren Zimmer stehen 13 Stühle. Nur einer ist noch nicht besetzt. 12 merkwürdige Gestalten warten dort, jeder vor einer brennenden Kerze. Sie streiten, sie lachen und dann erzählen sie, einer nach dem anderen, ihre Geschichte: von Tod und Verderben, von Mord und Rache. Bis nur noch Jack übrig ist, nur noch eine Kerze, allein im Dunkeln. Und er endlich begreift, welche Geschichte er erzählen muss …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016
Rezensent Tilman Spreckelsen ist beruhigt, solange es Türen gibt, unter denen ein geheimnisvoller Lichtschein hervordringt, und Autoren wie Dave Shelton, die solche Motive zu variieren und mit den Lesererwartungen zu spielen wissen. Bestens vorgeführt in diesem Buch, meint Spreckelsen, das angetrieben durch die Angstlust eines Kindes einen Reigen von Geistergeschichten entfesselt. Auch wenn die einzelnen Geschichten dem Rezensenten nicht neu erscheinen, Shelton, findet er, liefert keine Konfektionsware und es gelingt ihm, Binnengeschichten und Rahmen gekonnt und überraschend miteinander zu verzahnen, ohne den Zusammenhang allzu früh preiszugeben.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…