Herausgegeben von Franz Walter, Stephan Klecha, Alexander Hensel. Im Wahljahr 2013 entflammte in Deutschland eine heftige Debatte über Pädophilie und Pädosexualität. Im Zentrum der intensiven wie plakativen Auseinandersetzung mit diesem heiklen Thema stand die grüne Partei, in der in den 1980er Jahren die Forderung nach einer Legalisierung von pädosexuellen Kontakten nicht nur debattiert, sondern auch verschiedentlich beschlossen wurde. Die aus heutiger politischer Sicht unverständliche Forderung war indes weder nur basisdemokratisches Kuriosum noch bloßer Zufall. Vielmehr findet sich bereits in den 1970er Jahren ein vielfältiger gesellschaftlicher Diskurs über die eine Enttabuisierung von Pädophilie wie die Legalisierung von Pädosexualität. Im vorliegenden Buch wird die Emergenz der Diskussion über Pädophilie und Pädosexualität analysiert und deren Niederschlag in der grünen Debatte und Programmatik seziert. Ebenso wird der gesellschaftliche Umgang wie die Verdrängung der Forderung nach einer Legalisierung von Pädosexualität beleuchtet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2015
Johannes Leithäuser weiß es zu schätzen, dass sich die Herausgeber der von den Grünen veranlassten Studie zur Akzeptanz pädophiler Forderungen in der Gründungszeit der Partei nicht als bloße Auftragsgutachten begreifen. Auch dass Franz Walter, Stephan Klecha und Alexander Hensel diesen Band lange vor den Anfängen der Grünen beginnen lassen, findet Leithäuser richtig. Für ihn entsteht so eine Sittengeschichte der Bundesrepublik der 60er bis 80er Jahre. Sichtbar wird aus den einzelnen Beiträgen für den Rezensenten, wie die sexuelle Befreiung schnell eigene Absolutheitsansprüche entwickelte und selbst doktrinär und autoritär wurde, aber auch wieso die Grünen anfällig waren für die Agenda von Pädophilen.
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