Mit dem Instrument der Staatsangehörigkeit konnte der Nationalstaat bestimmen, wer zur Nation gehörte und wer nicht. Das Buch zeigt, wie sich die Politik der Einbürgerung und des Ausschlusses in den letzten zweihundert Jahren verändert hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2002
Zwar ist diese Studie über den Begriff und die Realität der "Staatsangehörigkeit" in Deutschland kein großes Lesevergnügen, dazu ist sie nach Meinung des Rezensenten mit dem Kürzel "uha." einfach zu sperrig. Aber mit interessanten und "ambivalenten" Ergebnissen kann diese "detaillierte" und "dichte" Arbeit trotzdem aufwarten, denn es gibt in den Augen des Autoren keine klare Kontinuitätslinie vom 19.Jahrhundert bis heute für die deutsche Definition von Staatsangehörigkeit - das bis heute geltende "völkisch definierte Deutschtum" etablierte sich erst nach dem Ersten Weltkrieg, so lautet die überraschte Zusammenfassung des Rezensenten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2001
Ernst-Wolfgang Böckenförde ist voll des Lobes für die vorliegende Arbeit, in der es um Staatsangehörigkeit und Einbürgerungspolitik "in historischer Perspektive" geht. Der Autor hat laut Rezensent nicht nur den rechtlichen Rahmen der Staatsangehörigkeit betrachtet, sondern auch "Wirkung und Funktion in den Blick genommen" sowie die praktische Anwendung von Einbürgerungs-, Aufnahme- und Ausweisungsgesetzen zwischen 1841 und heute untersucht. Dies alles ist dem Autor interessant und lehrreich gelungen, findet der Rezensent: Der Leser erfahre etwa, dass schon frühzeitig durch Zugehörigkeit zu einem Staat bestimmte Recht der Bürger verbürgt waren. Besonders angetan ist Böckenförde von der "Darstellung und Analyse der nationalsozialistischen Staatsangehörigkeitspolitik", die die Institution Staatsangehörigkeit schrittweise zerstört habe. Insgesamt geht von dieser Arbeit eine "anregende und innovatorische Kraft für die Geschichtswissenschaft und die Staatsrechtslehre" aus, resümiert der begeisterte Rezensent.
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