Herausgegeben von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. Bearbeitet von Gertraud Grünzinger und Carsten Nicolaisen. Die in diesem Band abgedruckten Dokumente belegen, dass die evangelische Kirche ordnungspolitischen Eingriffen ausgesetzt war, mit denen sie im nationalsozialistischen Sinne instrumentalisiert werden sollte. Im Februar 1937 setzte Reichskirchenminister Kerrl sein Verordnungswerk fort, das auf eine deutsch-christlich orientierte Reichskirche zielte. Damit stieß er jedoch auf die entschiedene Ablehnung von Heß und Rosenberg. Der Stellvertreter des Führers und der Beauftragte für die weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP sahen in der Trennung von Staat und Kirche und nicht im Synthese-Konzept die verbindliche Konzeption für die Lösung der Kirchenfrage im NS-Staat.
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