Wer und was war Dietrich Bonhoeffer? Diese Biografie macht den Zeitgenossen Bonhoeffer sichtbar und erzählt sein Leben im Spiegel der Weimarer Republik und des nationalsozialistischen Deutschland. Josef Ackermann, Publizist und Historiker, berichtet vom Kampf Bonhoeffers im Widerstand und der schmerzlichen Konsequenz: Am 9. April 1945 ermordeten ihn die Nazis im KZ Flossenbürg. Erstmals werden die Prozesse gegen seine Mörder und die Nachkriegskonflikte um die Person Bonhoeffers in einer Biografie nachgezeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.09.2006
Angetan berichtet Joachim Perels über diese Biographie Dietrich Bonhoeffers, die der Historiker Ackermann vorgelegt hat. Er bescheinigt dem Autor, Leben und Werk des christlichen Widerstandkämpfers und Theologen für ein breites Publikum prägnant, fundiert und gut lesbar darzustellen. Dabei beleuchte er die verschiedenen Etappen von Bonhoeffers Leben jeweils im historischen Kontext der Zeit. Allerdings bleibt nach Ansicht Perels? die Theologie Bonhoeffers unterbelichtet, wird sie doch nur unter dem Gesichtspunkt ihrer historisch-politischen Bedeutung behandelt. So fallen wichtige theologische Arbeiten Bonhoeffers, in denen sich die eigentlichen Begründungen für seinen Widerstand gegen das NS-Regime finden, zum Bedauern des Rezensenten unter den Tisch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2006
"Eindringlich und anschaulich" findet Peter Steinbach die vorliegende Schilderung der Lebensgeschichte Dietrich Bonhoeffers. Steinbach vermerkt die tiefe Vertrautheit des Autors Josef Ackermann mit seinem Thema und anerkennt das Geleitwort Kardinal Lehmanns, das auszudrücken vermöge, "was Bonhoeffer dem katholischen Christen bedeuten kann". Wenn auch Ackermann im Schlußkapitel deutlich macht, wie lange es in der Nachkriegszeit dauerte, bis Bonhoeffers Widerstand anerkannt wurde, so bleibt für den Rezensenten doch Eberhard Bethge der maßgebliche Biograf Bonhoeffers: Denn was Bonhoeffer bedrängte, belastete und quälte, so Steinbach, mache Ackermann nicht immer deutlich.
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