Dominic Musa Schmitz konvertierte als 17-Jähriger zum Islam und war tief in den Zirkeln der deutschen Salafisten-Szene verankert. Mit professioneller Propaganda warb er neue Anhänger, einige seiner Brüder kämpften für den "Islamischen Staat". Doch als er seinen besten Freund, einen Nicht-Muslim, im Namen Allahs verstoßen muss, beginnt er sich Fragen zu stellen. Kann ein Glaube mit so vielen Dogmen richtig sein? Schritt für Schritt löst er sich von seinen radikalen Brüdern. In seinem Buch erzählt Dominic Musa Schmitz, warum ein radikaler Islam für junge Deutsche attraktiv ist, wie er die Zeit in Salafisten-Kreisen erlebte: geprägt von Hass, bigotter Heuchelei und dem unbedingten Willen zum Gehorsam.
Dietrich Alexander weiß, dass Dominic Musa Schmitz sich mit seinem Buch "Ich war ein Salafist" viele Feinde gemacht hat. Umso wichtiger findet der Rezensent dieses Buch. Der Aussteiger Schmitz beschreibt seinen eigenen Weg in den Fanatismus, die Verheißung von Vertrautheit und Aufmerksamkeit in der Bruderschaft, die effektive Werbung immer neuer unglücklicher Jugendlicher, die einfachen und unhinterfragten Wahrheiten, die das Handeln regeln, fasst Alexander zusammen. Dieses Buch liefert einen seltenen Einblick in eine verstörende Parallelwelt, lobt der Rezensent.
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