Schon zu Lebzeiten war Lou Andreas-Salome (1861-1937) ihren Zeitgenossen ein faszinierendes Rätsel. Im Leben von Nietzsche, Rilke oder Freud hat sie eine wichtige Rolle gespielt, aber sie war viel mehr als deren Muse. Früh schon rebelliert sie gegen überlebte Traditionen, studiert, führt ein Leben außerhalb aller Konventionen und überzeugt auch als Schriftstellerin. Der Band, der aus dem Nachlass von Lou Andreas-Salome schöpft, präsentiert mit ca. 200 Abbildungen Leben, Lieben und Schaffen dieser außergewöhnlichen Frau in zahlreichen, bislang unveröffentlichten Fotos und Dokumenten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2007
Rezensent Dorion Weickmann zeigt sich enttäuscht von dieser Biografie Lou Andreas-Salomes, die seiner Meinung nach den Mythos, den die Frau um sich selbst herum geschaffen hat, noch festigt, statt ihn zu dekonstruieren. Das Buch "geht der Protagonistin auf den Leim." Die Autorinnen Ursula Welsch und Dorothee Pfeiffer hinterfragen die Selbststilisierung von Andreas-Salome, die immer noch durch die Kulturgeschichte geistert, obwohl ihre Publikationen schon weitestgehend vergessen sind, kaum - eine Schwäche, die sich Welsch auch schon einmal in einer früheren Publikation zum Thema erlaubt hat, wie Weickmann bemerkt. Zudem "wimmelt es in diesem Buch von kleinen Ungereimt- und Ungenauigkeiten."
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…