Eberhard von Brauchitsch war einer der einflußreichsten Männer des Landes. Eine Bilderbuchkarriere führte ihn an die Spitze des Flick-Konzerns. Dann wurde er Anfang der 80er Jahre zur Symbolfigur der "Parteispendenaffäre". Ein hochbrisantes Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte.
Christian Semler knöpft sich den Memoirenband des einstigen Flick-Managers und Kohl-Freundes Eberhard von Brauchitsch vor, der bereits im Spätsommer letzten Jahres erschienen ist und sich ausnimmt "wie ein Präludium zur CDU-Spendenaffäre". Von Brauchitsch offenbart auch in seinen Memoiren den "Preis des Schweigens" nicht wirklich, schreibt Semler. Es bleibt unklar, warum von Brauchitsch damals geschwiegen und was er verschwiegen hat, als ihm wegen Bestechung und Steuerhinterziehung der Prozeß gemacht worden ist. Freund Kohl ist dennoch auf Distanz gegangen. Von Brauchitsch rächt sich nicht, er ekelt sich eher, meint der Rezensent. Zum Schluß habe von Brauchitsch aber doch eine kleine Sensation lanciert: Wolfgang Schäuble hat ihn nämlich angeblich gebeten, nichts zu Lasten von Helmut Kohl auszusagen. "Das dürfte auch den Staatsanwalt interessieren", meint Semler.
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