"Lichtwelten. Abgedunkelte Räume" ist der Titel der Frankfurter Poetikvorlesungen von Elisabeth Borchers. In fünf Schritten, ausgehend vom "Haus der Kindheit", an das sich die Dichterin erinnert, über die durchaus rhetorische, aber doch ernst gemeinte Frage "Wozu Gedichte?", über Anmerkungen zum Beruf des Übersetzers bis hin zum Erlebnis der Lektüre von Gedichten von u. a. Nelly Sachs, Else Lasker-Schüler, Hertha Kräftner und Christine Lavant, spricht Elisabeth Borchers über Literatur, literarisches Leben und ihren ganz persönlichen Umgang, ihre Erfahrung mit Büchern.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2004
Der Rezensent Martin Zingg ist regelrecht hingerissen von der Art und Weise, wie Elisabeth Borchers in ihren Frankfurter Poetikvorlesungen das Eigentümliche der Dichtung zur Geltung gebracht hat. "Sanft und beharrlich" und am Beispiel ihrer eigenen Gedichte bedeute Borchers, dass jedes Gedicht ein "Wagnis" sei und jeglicher "Faustregel" unzugänglich. Dies gelte auch für die "riskante" Praxis des Übersetzens, das für Borchers eine ganz besondere Aussagekraft über ein literarisches Werk besitze. Ihre wertvolle Überlegung, so der Rezensent, schließt Borchers mit einer "anrührenden und kundigen Hommage" an drei Lyrikerinnen - Christine Lavant, Nelly Sachs und Hertha Kräftner -, deren Werk sich laut Rezensent kaum "freundlicher" und "unaufdringlicher" vermitteln lassen, als Borchers dies hier tut.
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