Mit einem Vorwort von Renatus Deckert. Das erste Buch eines Autors ist sein Entree in die Welt der Literatur. Welche Gedanken und Gefühle bewegen ihn beim Blick auf sein Debüt, dessen Erscheinen zwanzig, dreißig oder sogar fünfzig Jahre zurückliegt? Fast einhundert deutschsprachige Autoren - die Einflussreichen und die Stillen, die Erfolgreichen und die Exzentriker - beantworten diese Frage in persönlichen Texten, die eigens für dieses Buchprojekt geschrieben wurden. Entstanden ist ein Panorama deutschsprachiger Literatur von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2007
Rezensent Oliver Pfohlmann hat diese Anthologie, in der fast 100 Autoren ihr literarisches Erstlingswerk noch mal zur Hand nehmen, mit großem Vergnügen gelesen, auch wenn er feststellen muss, dass die meisten Schriftsteller eine wirkliche Rezension des eigenen Debüts nicht wagen. Sei es aus Angst vor künftigen Schreibblockaden wie bei Friederike Mayröcker oder aus der Überzeugung heraus, "Tote" nicht in ihrer Ruhe stören zu dürfen, wie es Reinhard Jirgl ausdrücke. Der überwiegende Teil der Autoren liefert Anekdoten rund um das erste Buch. Aber egal, ob sich die Autoren mit Rührung oder mit Peinlichkeit an ihren Erstling erinnern, für Pfohlmann ist das Ergebnis allemal originell, und er empfiehlt den Band zur Lektüre.
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