Mit einem Nachwort von Andreas Rossmann. 1918, der Erste Weltkrieg steht vor dem Ende, gewaltige Umbrüche zeichnen sich für das Ruhrgebiet und die Menschen dort ab. Sie arbeiten für die Berg- und Stahlwerke, kämpfen gegen schlechte Löhne und Ausbeutung. Als der Kaiser kommt, um sie in ihren Anstrengungen für den Krieg zu bestärken, versucht man die Unruhestifter von ihm fernzuhalten. Doch der hohe Besuch geht gründlich schief, und bald geschieht ein Mord. Für den darin verstrickten Gewerkschafter Adam Griguszies bricht ein wechselvolles Jahrzehnt an: Die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitern, Angestellten und einem Geheimbund der Unternehmer, der "Union der festen Hand", ebnen den Weg für den Nationalsozialismus. Der Industrieroman "Union der festen Hand" ist ein Werk der Neuen Sachlichkeit und eines der wenigen literarischen Porträts des Ruhrgebiets. Zugleich ist es ein Schlüsselroman über eine der bekanntesten Industriellendynastien Deutschlands.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2023
Erik Reger, eigentlich Hermann Dannenberger, hat von 1920 bis 1927 bei der Krupp AG als Pressereferent gearbeitet. In seinem Roman "Union der festen Hand" verarbeitet er seine Beobachtungen aus dieser Zeit, erzählt Rezensent Thomas Combrink. Es ist ein lesenswerter Buch, versichert er, aber einfach sei es nicht: Die Sprache schildert er als oft sehr spröde, Organisationsstrukturen werden bis ins kleinste aufgefächert und eigentlich setzt die Lektüre "Kenntnisse der Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre voraus", erklärt er. Dennoch scheint er die Schilderung der zwanziger Jahre im Ruhrgebiet mit den Klassenkämpfen und dem Aufstieg der Nationalsozialisten mit Gewinn gelesen zu haben: Als Zeit- und Sittengemälde in Form eines Industrieromans.
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