Aus dem Hebräischen von Markus Lemke. WM-Finale 1998. Frankreich - Brasilien. Fiebrige Stimmung vor der Glotze zwischen Churchill, Juval, Amichai und Ofir. Die vier sind um die dreißig, Freunde seit Jugendtagen, sie gucken zusammen Fußball, quatschen, kiffen, sind füreinander da. Da verfällt einer auf eine kuriose Idee - drei Lebenswünsche auf einen Zettel zu schreiben, die Zettel zu verstecken und erst beim nächsten Finale die Wünsche preiszugeben ... Wird das Glück auf ihrer Seite sein?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2010
Das Buch ist mehr als ein Roman über vier Freunde in Israel, Männer-, Lebensfreundschaften, meint Anja Hirsch, die immer wieder auch den konfliktreichen Alltag in Israel thematisiert findet und die Frage, ob und wie Veränderung möglich ist, im eigenen Leben wie im größeren Zusammenhang. Die Ausdrucksvielfalt einer neuen Generation israelischer Autoren, die Hirsch lobt, findet hier also durch die Wünsche und Leidenschaften der Figuren zurück zur israelischen Frage. Dass Eshkol Nevo dabei nicht zimperlich ist in seinen Schilderungen und Dialogen, eher viril, scheint Hirsch nicht weiter zu stören, ein Männerbuch im besten Sinn, findet sie.
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