Bienen diskutieren, wen sie angreifen sollen. Gänse haben territoriale Koflikte mit Menschen. Gefangene Orkas töten ihre Trainer. Kamele weigern sich, für die Armee zu arbeiten. Biber helfen Bauern bei Überschwemmungen. … Hochaktuell, wissenschaftlich fundiert und mit anschaulichen Beispielen geht die Philosophin Eva Meijer der Frage nach, inwieweit Tiere als politisch handelnde Wesen betrachtet werden müssen und was das für unseren Umgang mit Tieren, für die Politik und die gesellschaftlichen Machtverhältnisse bedeutet. Können wir sie als unsere nichtmenschlichen Mitbürger begreifen, eine neue Art von Demokratie schaffen? Müssen wir Fragen der Ethik und Moral neu definieren? Und was wollen Tiere wirklich?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.07.2019
Tiere sollten uns gleichberechtigt sein - an dieser Auffassung lässt die Philosophin Eva Meijer in ihrer Streitschrift keinen Zweifel. Zur Begründung führt sie jüngste Forschungsergebnisse an, die zeigen, wie nah wir Tieren oft in unseren Gefühlen und Fähigkeiten sind. So weit geht Rezensent Johannes Kaiser auch gern mit. Aber manchmal schießt Meijer für ihn auch übers Ziel hinaus: Etwa wenn sie die Tötung eines Pflegers als Protest gegen Gefangenschaft auslegt. Oder wenn sie eine demokratische Mitbestimmung von Tieren fordert, aber zugeben muss, dass wir nicht wirklich wissen können, was Tiere wollen. Und schließlich erinnert der Rezensent daran, dass Tiere eben oft auch mordende und andere quälende Raubtiere sind. Dazu kommt von der Autorin kein Wort, kritisiert er.
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