Die Menschheit steht vor einer tiefgreifenden Zäsur ihrer ethischen und moralischen Grenzen. Karsten Brensing erzählt, auf welcher Grundlage, und warum sich diese Revolution jetzt vollziehen muss. "Bei einigen Tierarten handelt es sich zweifelsfrei um mitfühlende, selbstbewusste Individuen mit einer Vorstellung von Raum und Zeit und der Fähigkeit zu strategischem Denken und Handeln. Sie leben in ihrer eigenen Kultur, haben ein gutes Gedächtnis und vermutlich die Fähigkeit, im Rahmen einer einfachen Grammatik miteinander zu kommunizieren. Sie nutzen Werkzeuge und scheinen so etwas wie einen guten Geschmack oder ein Bewusstsein für Mode zu haben. Darüber hinaus können sie sich empathisch verhalten, und es wurden einfache Formen von Gerechtigkeitssinn und Fairness entdeckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2013
Mut, die prinzipielle Unlösbarkeit des Problems des Persönlichkeitsrechts einzuräumen, scheint dem Autor zu fehlen. Jedenfalls stößt Julia Fischer in Karsten Brensings Plädoyer für ein Persönlickeitsrecht von Tieren (von Delfinen vor allem) immer wieder auf Momente, da der Autor ins Moralische abdriftet, das Wissenschaftliche und die Forschung, auf die er sich sonst stützt, vergessend und auch die Interpretationsvielfalt. Fischer sieht hier Stoff für Debatten. Der Anschaulichkeit des Buches tut das keinen Abbruch. Wer sich an die etwas großväterliche Leseransprache und einige Lektoratsversäumnisse erst gewöhnt hat, meint Fischer, bekommt einen lebendigen Eindruck von der Forschungspraxis in Sachen Kommunikation und Sozialleben der Delfine.
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