125 Minuten Laufzeit. Gelesen von Mario Adorf und Otto Sander. Mit einem Vorwort von Claude Gauteur und einem Gespräch von Georges Simenon mit Federico Fellini 1997.
Wie gut: Die beiden Briefpartner haben sich etwas zu sagen. Konrad Heidkamp indes weiß auch, wieso: "Sie sind verschieden genug." Einerseits der unstete, viel ältere Simenon, "der erklärt und zart deutet", andererseits der "verwurzelte" Fellini, der "Dauerkrisen ausschmückt" und über ungeliebte Projekte klagt. Diese über 29 Jahre Korrespondenz zu beobachtende Konstellation nun also auf CD. Und Heidkamp ist zufrieden: Wenn Adorf ihn auf Dauer auch einschläfert, die beiden Sprecher, erklärt er, entsprechen dem Bild: "in schlichter Strenge und fülligem Singsang." Auch die Kürzung des Textkonvoluts findet Heidkamp gelungen. Und schließlich ist das Ganze "sinnvoll unterbrochen von drei Teilen jenes legendären Interviews, das der 'Journalist' Simenon mit dem 'Zauberer' Fellini 1977 für den 'L'Express' führte."
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…