Felix Lee, Finn Mayer-Kuckuk

China

Auswege aus einem Dilemma
Cover: China
Ch. Links Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783962892180
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Xi Jinping verfolgt knallharte Interessen: die Formung einer Welt mit China an der Spitze. Deutschland spielt derzeit dabei nur eine nützliche Nebenrolle. Das zu erkennen, sollte uns nicht frustrieren, sondern motivieren! Wenn wir Schlüsseltechnologien, Infrastruktur und Digitalisierung vorantreiben, Entscheidungen in Politik und Wirtschaft beschleunigen und vor allem zwei Verhaltensweisen ablegen: unsere Unentschlossenheit und unser Harmoniedenken - dann können wir wieder Verhandlungspartner auf Augenhöhe werden. Denn China braucht uns, politisch, aber auch wirtschaftlich.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 18.03.2025

Rezensentin Carolin Born erkennt den Wert des Buches der China-Kenner Felix Lee und Finn Mayer-Kuckuk nicht so sehr im Aufzeigen von Wegen aus der Abhängigkeit, sondern in dem "umfassenden" China-Bild, das die Autoren zeichnen. Das Bild zeigt für Born, wie sich China vom belächelten Junior-Partner und Abnehmer deutscher Waren zum Anführer gewandelt hat. Aus Anekdoten aus den goldenen Jahren deutscher Autobauer in China wird die Überheblichkeit der Deutschen deutlich, so Born. Auswege aus dem Dilemma, wie der Titel verspricht, bietet der Band laut Born hingegen nur in allgemeiner Form an: Besinnung auf eigene Stärke, kürzere Wege von der Forschung zur Anwendung, Investitionsprogramme.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.12.2024

Rezensentin Christine Hoffmann empfiehlt das China-Buch von Felix Lee und dem ehemaligen Peking-Korrespondenten Finn Mayer-Kuckuk, um die Beziehungen zwischen dem Westen und China besser zu verstehen. Beide kennen das Land gut, im Buch kommen viele unterschiedliche Menschen zu Wort, es geht unter anderem um Wirtschaft und Sinologie. Außerdem wird das chinesische Brettspiel "Go" vorgestellt, bei dem die Gewinnertaktik einiges gemeinsam hat mit der Kriegsführung des Militärstrategen Sunzi. Das Fazit der Autoren, dass mehr Kommunikation zu mehr gegenseitigem Verständnis führt, findet die Kritikerin zwar etwas "lapidar", das Buch bietet dennoch eine gute Orientierungshilfe, auch um Nachrichten besser einordnen zu können.
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