Fred Vargas

Der verbotene Ort

Roman
Cover: Der verbotene Ort
Aufbau Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783351032562
Gebunden, 424 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze. Ein internationaler Polizeikongress führt Kommissar Adamsberg und seinen Adlatus Danglard nach London. Bei einer abendlichen Sightseeingtour durch die schillernde Metropole machen die beiden Franzosen einen grausigen Fund: Vor dem ebenso berühmten wie berüchtigten Friedhof Highgate entdecken sie siebzehn fein säuberlich aufgereihte Schuhe, in denen herrenlos gewordene Füße stecken. Und zurück in Paris, wird Adamsberg zum Schauplatz eines fürchterlichen Verbrechens gerufen: Pierre Vaudel, pensionierter Jurist, wurde auf unerklärlich gnadenlose Weise in seinem Haus hingerichtet; als einziges Indiz verweist ein kryptischer Brief auf ein serbisches Dörfchen. So wenig den schaurigen Fund in London und den Mord in Paris verbinden mag, so hellhörig wird Adamsberg, als Danglard behauptet, unter den Schuhen von Highgate die seines serbischen Onkels wiedererkannt zu haben. Adamsberg nimmt die Fährte auf und reist in das einstige Transsilvanien, das Ursprungsland des Vampirglaubens, wo Wagemut und Unbedachtheit ihn an die Grenze von Leben und Tod bringen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.05.2009

Das ist große Europäische Literatur!", seufzt Rezensent Tobias Gohlis und gibt zudem die Ansicht zu Protokoll, auch der leidenschaftliche Krimileser Bert Brecht wäre von diesem Roman "entzückt" gewesen. Den beschreibt er im Folgenden als Mischung aus "Vampir-, Schauer- und Abenteuererzählung", "Polizeiermittlung und -verschwörung". Bereits der Protagonist und ermittelnde Kommissar ist aus Rezensentensicht einzigartig: nämlich von Ängsten besessen, darunter die, das eigene Kind sei verdorben und er selbst könne lebendig begraben werden. Die Geschichte spielt in London, aber auch in einem serbischen Dorf, wie man liest. Beeindruckt ist der Rezensent auch von der "federnd-tänzelnden Sprache", dem märchenhaft-fantastischen Ton, in dem das Buch verfasst ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.05.2009

Sylvia Staudes Kritik ist eigentlich eine Hommage an die französische Krimiautorin Fred Vargas. Über den neuen Roman erfährt man nur soviel: Es geht irgendwie um Vampire, aber dann vielleicht doch nicht, denn, wie Staude schreibt, in Vargas' Büchern wird das Mysteriöse zwar kunstvoll heraufbeschworen, aber am Ende immer irdischer Aufklärung zugeführt. Held ist der schon aus früheren Romanen bekannte Kommissar Adamsberg, der diesmal bügelnd seinen ersten Auftritt hat. Auch der Sound der Autorin gefällt Staude: In ihrer Art zu schreiben "steckt Musik".

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