Herausgegeben im Auftrag der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von Irmgard Möller und Walter Schieche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2002
Mit sichtlichem Interesse und Gewinn hat Rezensent Ernst-Peter Wieckenberg diesen ersten Band von Briefen Schellings gelesen. Goethes Diktum vom "großen Reiz" nachgelassener Briefe "von bedeutenden Männern" gelte auch für diese Ausgabe. Die "Möglichkeiten der unmittelbaren Selbstaussprache" deutscher Intellektueller, deren "Epoche" Wieckenberg zwischen Winckelmann und Schelling verortet, findet er bei Schelling allerdings nur bedingt eingelöst. Stattdessen gewinnt er durch die Lektüre den "Eindruck einer kontrollierten Persönlichkeit", die wenig von sich selbst preis gibt. Dafür werde aber Schellings intellektuelle Entwicklung vom Kant-Adepten zum Naturphilosophen sichtbar, und es offenbare sich ein "unbeeinträchtigtes Selbstwertgefühl". Urteilsstärker und persönlicher findet Wieckenberg die Briefe an die Eltern, die gleichzeitig bestätigten, "wie klug Schelling seine Korrespondenz sonst führt". In diesen häufig auf Reisen geschriebenen Briefen, die "sich oft zu kleinen Tagebüchern ausweiten", zeige sich Schelling als "scharfer Beobachter" und "spitzzüngiger Porträtist". So lobt der Rezensent denn abschließend die "bewundernswerte Arbeit bei der Erschließung", insbesondere die "Textdarbietung" und auch die Kommentierung, wenn ihm letztere auch stellenweise zu sehr auf Nachweise reduziert erscheint.
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