Mit 15 Abbildungen. Georg Iggers, ein jüdischer Kaufmannssohn aus Hamburg, und Wilma Abeles, die Tochter eines jüdischen Gutsbesitzers aus dem Sudentenland, fliehen mit ihren Eltern 1938 vor nationalsozialistischer Verfolgung. In Chicago lernen sie sich als Studenten kennen. Seitdem leben sie gemeinsam als international anerkannte Wissenschaftler und Bürgerrechtler. Als Lehrer an einem schwarzen College in Arkansas, ignorieren sie in den frühen Fünfzigern die Grenzen des Rassismus und setzen sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen ein. In den Sechzigern sind sie in der Bürgerrechtsbewegung aktiv und engagieren sich gegen den Vietnam-Krieg. 1961 wird aus einer Fahrt durch Deutschland eine Rückkehr und Göttingen neben Buffalo zur zweiten Heimat. Verbindungen zu DDR-Historikern und Besuche in China zeugen von ihrem unermüdlichen Streben nach einer gerechteren Welt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.10.2002
In aller Kürze stellt Robert Jütte die Erinnerungen des Historikers Georg Iggers vor, der als Spezialist für die Geschichte der Geschichtsschreibung weltweit hohe Anerkennung genießt. Wie Jütte hervorhebt, unterscheiden sich Iggers' Erinnerungen von den üblichen Historiker-Reminiszenzen, da er sich für eine Doppelbiografie, in der seine Frau Wilma einen gleichgewichtigen Part spielt, entschied. Wilma berichte zwar ebenfalls über ihre wissenschaftliche Karriere, doch im Vordergrund stünden Schilderungen des Privatlebens, das sie seit mehr als fünfzig Jahren an der Seite ihres Mannes geführt hat. Entstanden ist nach Ansicht des Rezensenten das "spannende Panorama" einer Ehe zweier Wissenschaftler, die aufgrund ihrer Erfahrung in ihrer Kindheit und Jugend zu engagierten Bürgerrechtlern in den USA und zu Kosmopoliten geworden sind.
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