Aus dem Englischen von Ursula Pesch. Shirin Ebadi, die erste muslimische Friedensnobelpreisträgerin, wurde wegen ihres Engagements für Menschenrechte in ihrem Heimatland jahrelang von der iranischen Regierung bedroht und schikaniert - und verlor dabei alles: ihren Ehemann, ihr Zuhause, ihre Freunde, ihr Hab und Gut. Nur eines konnte man der Menschenrechtsaktivistin nicht nehmen: den Glauben an eine bessere Zukunft und den Willen, für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Nun erzählt sie auf bewegende und erschütternde Weise von ihrem unablässigen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit, den sie trotz aller Widrigkeiten auch im Exil unerschrocken fortführt. Nach "Mein Iran" ist dies der zweite Teil ihrer Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016
Wolfgang Günter Lerch liest den zweiten Band der Autobiografie von Shirin Ebadi mit großem Interesse. Ebadi, die 2003 als erste Muslima den Friedensnobelpreis erhielt und dafür in ihrer Heimat Iran gescholten wurde, erzählt darin, wie sie mit den Enttäuschungen und Demütigungen, die ihr das System beibrachte, umging und trotz allem nicht die Hoffnung verlor auf die Erfüllung ihrer Wünsche und politischen Ziele, wie der Frauenrechte, dem Schutz von Kindern oder der Abschaffung der Todesstrafe im Iran. Neben Ebadis persönlicher Geschichte bietet das Buch dem Rezensenten auch eine Geschichte des Iran während der bleiernen Zeit der Jahre unter Ahmadineschad. Dass die Autorin dabei nie hoffnungslos, aber auch nicht blauäugig rüberkommt, sondern Ereignisse wie den Arabischen Frühling realistisch einschätzt, rechnet Lerch ihr hoch an.
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