Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Philosophie der Kunst

Vorlesung von 1826
Cover: Philosophie der Kunst
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783518293225
Kartoniert, 296 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Annemarie Gethmann-Siefert, Jeong-Im Kwon und Karsten Berr. "Nachschriften sind freilich trübe Quellen" - dieses Heidegger-Diktum kann gegen die studentischen Nachschriften zu Hegels Ästhetikvorlesungen nicht geltend gemacht werden. Vielmehr erweisen sie sich als höchst authentisch und bieten einen aufschlussreichen Einblick in Hegels Gedanken zur Rolle der Kunst in der Kulturgeschichte. Unter den vier Berliner Vorlesungen zur Philosophie der Kunst, die Hegel zwischen 1820 und 1829 gehalten hat, ist besonders jene von 1826 brisant. In Auseinandersetzung mit exemplarischen Kunstwerken setzt er hier der sogenannten "These vom Ende der Kunst" die Behauptung von der Unverzichtbarkeit der Künste entgegen.
Mit der Mitschrift des Studenten von der Pfordten wird eine vollständige Überlieferung dieser Vorlesung nun erstmals publiziert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.05.2005

Rolf-Peter Horstmann ist nicht wirklich überzeugt von der jetzt edierten Nachschrift einer Hegel-Vorlesung aus dem Jahre 1826. Zwar gibt es keine authentische Ästhetik Georg Wilhelm Friedrich Hegels, so wirkungsmächtig dieselbe paradoxerweise auch geworden ist. Man behilft sich mit einer vom Hegelschüler Heinrich Gustav Hotho besorgten Kompilation studentischer Mitschriften. Aber die jetzt von der erfahrenen Hegel-Editorin Annemarie Gethmann-Siefert zusammen mit Jeong-Im Kwon und Karsten Berr herausgegebene Vorlesungsmitschrift bezeichnet der Rezensent schlankweg als "eine wenig subtile Kurzfassung" der Hothoschen Fassung. Und die wissenschaftliche Erfahrung, so berichtet der Rezensent offenbar aus der eigenen Praxis, widerlege die Ansicht, die Nachschriften, die Studenten von Vorlesungen anfertigen, dürften einen besonders hohen Authentizitätsgrad für sich beanspruchen. Jedenfalls: Der Geist der Hegelschen Ästhetik, findet Horstmann, "ist nach wie vor bei Hotho besser aufgehoben".

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