Der von Gerald Echterhoff und Michael Eggers herausgegebene Band "Der Stoff, an dem wir hängen" geht nach Jan Engelmann der Frage nach, "wie Texte zu großer Form auflaufen". Wo die "Altvorderen" der Wissenschaften den Vertretern des Popdiskurses "mangelnde Substanz" und "kulturwissenschaftliche Verblendung" vorwerfen, sieht Engelmann das eigentliche Problem nicht in den akademischen Inhalten, sondern im "Tunnelblick", der an den Universitäten eingeübt werde. So stimmt er Michael Eggers Ansicht zu, die "Kulturwissenschaftlichkeitsrhetorik" verschleiere "allzu gern" ihre Abhängigkeit von Formulierungskniffen und Autoritätseffekten. Brigitte Weingart schlage deshalb unter dem Begriff "Faszinationsanalyse" einen neuen Umgang mit Subjektivität vor. Laut Engelmann ist vor allem die Bereitschaft nötig, das eigene Schreiben von seinen Fixierungen zu lösen. "Einmal von den ?diskursiven Stoppregeln' (Weingart) befreit", so Engelmann, "könnten dann riskante Texte gedeihen."
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…