Géza Szöcs, als Sohn eines Schriftstellers und Linguisten in der Atmosphäre siebenbürgischer Volksballaden aufgewachsen, ist ein weitgereister Intellektueller von europäischer Bildung. Er hat in der Zeit des Umbruchs in Ungarn mit bemerkenswerter Zivilcourage eine ähnlich wichtige Rolle gespielt wie etwa Mircea Dinescu auf rumänischer Seite. Géza Szöcs, Herausgeber einer Untergrundzeitschrift, Verteidiger der Menschenrechte in Ungarn und Rumänien und eine der Hauptgestalten der Opposition, wurde infolge seines politischen Engagements schikaniert, inhaftiert und im Gefängnis mißhandelt. Lange Jahre lebte er in Hausarrest. Mit "Lacht, wie ihr es versteht" werden Géza Szöcs` Gedichte erstmals in einer Auswahl in deutscher Übersetzung vorgestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Jan Wagner zeigt sich sehr beeindruckt von den Gedichten Géza Szöcs`, der als Angehöriger der ungarischen Minderheit in Rumänien unter den Drangsalierungen des Ceaucescu-Regimes zu leiden hatte: Beeindruckt von der "suggestiven sinnlich-rauhen Bildlichkeit`` in Szöcz` knappen Versen, beeindruckt aber auch davon, wie sich die Lebensgeschichte des Lyriker in ihnen widerspiegelt. Sowohl seine leichten Gedichten über die Liebe als auch seine politische Lyrik sind laut Wagner immer zugleich von dem Gefühl der Ohnmacht und dem Aufbegehren in der Sprache geprägt. Und dennoch, so Wagner, spricht in den Gedichten der Glaube an die Macht der kleinen Dinge, "daß auch das Zarte und kaum Wahrnehmbare mit der ganzen Kraft seiner Schwäche einen Prozeß zum Guten hin in Gang bringen kann``.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…